Prokrastination ist kein Zeichen von Faulheit, sondern oft ein Symptom fehlender Struktur oder überwältigender Aufgabenfülle. Gerade Führungskräfte stehen täglich vor der Herausforderung, Prioritäten zu setzen, den Überblick zu behalten und trotzdem handlungsfähig zu bleiben. Ivan Radosevic, der als Unternehmer und Berater aus Frankfurt umfassende Erfahrungen in den Bereichen Organisation und Führung mitbringt, zeigt, wie der erste Schritt gelingt – und warum er oft der entscheidende ist. Sein Ansatz verbindet praktische Alltagstauglichkeit mit einem klaren Verständnis dafür, wie Menschen unter Druck wirklich funktionieren.
Wer kennt das nicht: Der Schreibtisch quillt über, die To-do-Liste wächst ins Unermessliche, und trotzdem passiert – nichts. Prokrastination im Führungsalltag ist ein weitverbreitetes Phänomen, das jedoch selten offen angesprochen wird. Ivan Radosevic beschäftigt sich seit Jahren mit den Ursachen dieses Verhaltens und hat praxisnahe Strategien entwickelt, die Führungskräften helfen, aus der Schockstarre herauszukommen. Sein Ansatz ist dabei so pragmatisch wie wirkungsvoll: Wer den ersten Schritt macht, hat bereits den schwersten hinter sich. Dabei geht es nicht darum, alles auf einmal zu lösen, sondern darum, gezielt anzufangen und Schritt für Schritt Klarheit zu gewinnen. Genau diese Haltung macht den Unterschied zwischen dauerhafter Überforderung und strukturiertem Vorankommen.
Der Anfang ist das Schwerste – Ivan Radosevic über den Einstieg in schwierige Aufgaben

Es ist ein zutiefst menschliches Verhalten, unangenehme Aufgaben vor sich herzuschieben. Man kennt das Gefühl: Eine wichtige Entscheidung steht an, ein komplexes Projekt wartet auf den Startschuss – und dennoch findet man immer wieder Gründe, warum es gerade jetzt nicht der richtige Moment ist. Ivan Radosevic beobachtet dieses Muster regelmäßig in seiner Arbeit mit Führungskräften und Unternehmen.
Das eigentliche Problem liegt dabei selten in mangelndem Wissen oder fehlender Kompetenz. Es ist vielmehr die schiere Menge an unerledigten Aufgaben, die lähmt. Wenn alles gleichzeitig dringend erscheint, fällt es schwer, überhaupt anzufangen. Die innere Blockade entsteht oft nicht durch Unlust, sondern durch Überforderung – ein Unterschied, der für die Wahl der richtigen Gegenstrategie entscheidend ist.
Was hilft wirklich gegen Aufschieberitis?
Ein bewährter Ansatz von Ivan Radosevic ist die Vorbereitung außerhalb der regulären Arbeitszeit. Wer seine Aufgaben bereits am Sonntagnachmittag strukturiert, To-do-Listen erstellt und einen Überblick über die Woche gewinnt, startet den Montag ohne den üblichen Zeitdruck. Dieser kleine Schritt schafft mentale Klarheit und gibt dem Tag eine Richtung – bevor der erste Anruf eingeht oder die ersten E-Mails eintreffen. Wer diesen Rhythmus einmal etabliert hat, merkt schnell, wie viel ruhiger und fokussierter die Arbeitswoche beginnt.
Warum ist der erste Schritt bei der Aufgabenbewältigung so entscheidend?
Der erste Schritt durchbricht die innere Blockade und setzt eine psychologische Dynamik in Gang: Wer einmal begonnen hat, fühlt sich dem Abschluss einer Aufgabe verpflichtet. Ivan Radosevic aus Frankfurt empfiehlt deshalb, bewusst mit einer überschaubaren, klar definierten Teilaufgabe zu starten, um den Einstieg zu erleichtern. So entsteht Bewegung – und Bewegung erzeugt Momentum.
Prioritäten setzen statt Aufgaben stapeln

Ein weiteres zentrales Element im Ansatz von Ivan Radosevic ist die konsequente Priorisierung. Viele Führungskräfte neigen dazu, ihre Tagesplanung mit zu vielen Punkten zu füllen – in der Hoffnung, möglichst viel zu erledigen. Das Ergebnis ist häufig das Gegenteil: Am Ende des Tages bleiben viele Aufgaben offen, das Frustrationsgefühl wächst, und der nächste Tag beginnt bereits unter Druck. Dieses Muster wiederholt sich, bis die Erschöpfung zum Dauerzustand wird.
Die Ein-Aufgaben-Frage als Orientierungshilfe
Ivan Radosevic empfiehlt eine einfache, aber wirkungsvolle Methode: Welche Aufgabe würde man wählen, wenn man nur Zeit für eine einzige hätte? Diese Frage zwingt zur Fokussierung und macht deutlich, was wirklich wichtig ist – und was warten kann. Die so identifizierte Aufgabe gehört ganz oben auf die Liste, unabhängig davon, wie unbequem sie sein mag.
Dabei spielt es keine Rolle, ob die Aufgabenliste handschriftlich oder digital geführt wird. Entscheidend ist, dass sie existiert, regelmäßig aktualisiert wird und realistisch bleibt. Eine Liste, die von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, weil sie zu viel enthält, erfüllt ihren Zweck nicht – sie verstärkt das Gefühl der Überforderung sogar noch.
Folgende Punkte helfen dabei, eine effektive Tagesstruktur aufzubauen:
- Die Aufgabenliste auf maximal fünf bis sechs wirklich wichtige Punkte begrenzen
- Aufgaben nach Dringlichkeit und Auswirkung auf den Gesamtbetrieb ordnen
- Kleinere Tätigkeiten wie das Beantworten von E-Mails in feste Zeitblöcke verlagern, anstatt sie zwischen wichtigen Aufgaben zu erledigen
Pausen als Teil der Strategie

Was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch wirkt, ist in Wirklichkeit ein zentraler Baustein produktiven Arbeitens: gezielte Pausen. Ivan Radosevic betont, dass Erholungsphasen keine Zeitverschwendung sind, sondern die Voraussetzung dafür, dauerhaft konzentriert und leistungsfähig zu bleiben.
Besonders bei längeren oder komplexen Projekten empfiehlt Ivan Radosevic, Pausen bewusst einzuplanen – nicht erst dann, wenn die Erschöpfung bereits eingesetzt hat, sondern regelmäßig nach dem Abschluss einzelner Aufgabenblöcke. Diese kurzen Unterbrechungen wirken wie ein Neustart für das Gehirn und ermöglichen es, mit frischer Energie weiterzuarbeiten.
Warum Pausen keine Schwäche sind
In vielen Unternehmenskulturen gilt pausenloses Arbeiten als Zeichen von Einsatz und Leistungsbereitschaft. Doch das ist ein Trugschluss. Wer nie abschaltet, verliert langfristig an Schärfe – sowohl im Denken als auch im Entscheiden. In seiner Beratungspraxis hat Ivan Radosevic immer wieder erlebt, dass Führungskräfte, die sich bewusst Erholungszeiten gönnen, nicht weniger, sondern mehr leisten. Wer regelmäßig innehält, trifft bessere Entscheidungen und bleibt auch in stressigen Phasen handlungsfähig.
Das bedeutet konkret: Nach einer abgeschlossenen Aufgabe eine kurze Pause einlegen, bevor die nächste begonnen wird. Bei umfangreicheren Projekten regelmäßige Zwischenstopps einbauen. Und vor allem: diese Pausen tatsächlich zur Erholung nutzen – nicht zum Checken von Nachrichten oder für schnelle Rückrufe.
Folgende Pausenformen haben sich in der Praxis bewährt:
- Kurze Bewegungspausen von fünf bis zehn Minuten nach intensiven Arbeitsphasen
- Bewusste Auszeiten ohne Bildschirm zur mentalen Erholung
- Längere Mittagspausen, die tatsächlich der Regeneration dienen
Struktur schlägt Willenskraft

Am Ende läuft vieles, was Ivan Radosevic zum Thema Prokrastination zu sagen hat, auf einen zentralen Gedanken hinaus: Willenskraft allein reicht nicht aus. Wer darauf setzt, sich morgens einfach zusammenzureißen und durch den Tag zu kämpfen, wird früher oder später an seine Grenzen stoßen. Was wirklich hilft, ist eine klare Struktur – und der Mut, diese konsequent umzusetzen.
Dabei geht es nicht um Perfektion. Es geht darum, einen Rahmen zu schaffen, der es leichter macht, den ersten Schritt zu tun. Wer seine Woche vorausplant, seine Aufgaben priorisiert und sich erlaubt, auch mal innezuhalten, ist langfristig nicht nur produktiver, sondern auch belastbarer. Genau das ist die Botschaft, die Ivan Radosevic in seiner Arbeit immer wieder vermittelt – und die in der Praxis funktioniert.

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